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Homöopathie und Energietherapie bei ausbleibender Menstruation

 

Die fehlende monatliche Blutung wird medizinisch als Amenorrhoe bezeichnet. Wenn bis zum 16. Lebensjahr noch keine Periodenblutung eingesetzt hat, handelt es sich um eine primäre Amenorrhoe. Die sekundäre Amenorrhoe bezeichnet das Fehlen einer Blutung während mehr als drei Monaten, nachdem zuvor bereits Blutungen stattgefunden haben. Während Schwangerschaft, Stillzeit oder den Wechseljahren ist dies ein natürlicher Vorgang (sogenannt physiologische sekundäre Amenorrhoe).

 

Der weibliche Zyklus

 

Die Dauer des Zyklus beträgt im Mittel 28 Tage, mit Abweichungen von + oder – 5 Tagen. Die Blutung erstreckt sich über 3 – 7 Tage. Dieser Zyklus wird durch Hormone reguliert. Oberstes Steuerungsorgan ist der Hypothalamus. Er schüttet das Hormon GnRH aus. Die Hypophyse animiert - durch eine weitere Hormonausschüttung - die Eierstöcke zur Reifung der Eizellen und dem Eisprung.

 

Ursachen der Amenorrhoe

 

Während die primäre Amenorrhoe meist körperliche Gründe hat, sind die meisten sekundären Zyklusstörungen nicht organischer Natur. Unser Hormonsystem reagiert sehr empfindlich auf Stress. Bei seelischer und/oder körperlicher Belastung wie Hungern, starker Gewichtsabnahme (Magersucht), familiären oder persönlichen Krisen, Konflikten am Arbeitsplatz, exzessivem Sport, Schock und traumatischen Erlebnissen senkt der Hypothalamus die Ausschüttung von GnRH, was sich auf alle nachfolgenden Organe auswirkt. Die Menstruation wird ausgesetzt oder stark verzögert.

 

Weiter Ursachen, die zum Ausbleiben der Blutung führen sind das PCO-Syndrom (polyzystisches Ovarien-Syndrom), die Hyperprolaktinämie (Erhöhung des Prolaktinspiegels), Funktionsstörungen der Schilddrüse oder das vorzeitige Klimakterium (vor dem 40. Lebensjahr) sowie das Absetzen hormoneller Empfängnisverhütungsmittel (Drei-Monats-Spritze, Pille), welches eine vorübergehende, sogenannte Post-Pill-Amenorrhoe auslösen kann und gewisse Medikamente (Blutdruckmittel, Antidepressivas). Zu den seltenen Ursachen gehören unter anderem Tumore, welche das Hormonsystem beeinflussen.

 

Schulmedizin

 

Eine medizinische Abklärung ist in jedem Fall angezeigt. Dazu gehören eine körperliche Untersuchung  und ein Hormonstatus. Die Behandlung ist abhängig von der Ursache. Hormonstörungen werden schulmedizinisch in vielen Fällen durch die Gabe von Hormonpräparaten reguliert.

 

Homöopathie

 

Homöopathie wird erfolgreich eingesetzt bei funktioneller Amenorrhoe, dem PCO-Syndrom, der Hyperprolaktinämie und der Post-Pill-Amenorrhoe. Dabei wird die Amenorrhoe nicht als isoliertes Geschehen, sondern als Ausdruck der betroffenen Frau und ihrer Konstitution wahrgenommen.  So wie jede Frau ihren eigenen Charakter hat, sind auch die körperlichen Symptome unterschiedlich. Um das passende Mittel zu verschreiben nehme ich mir deshalb viel Zeit für ein ausführliches Erstgespräch. Die ganze Person mit all ihren Gedanken, Empfindungen und Reaktionen wird wahrgenommen. Das Mittel wird anhand körperlicher, seelischer und emotionaler Merkmale ausgewählt. Der Vorteil der klassischen Homöopathie ist, dass sie regulierend auf das Hormonsystem wirkt, ohne Nebenwirkungen auszulösen.

 

Energietherapie

 

Die weiblichen Organe sind dem 2. Chakra zugeordnet, welches einen starken Bezug zu unseren Gefühlen hat. Störungen in diesem Bereich können sich unter anderem in einem schwierigen Verhältnis zu unserer eigenen Mitte ausdrücken. Zudem leben wir in einer Zeit, welche durch ein sehr androgynes weibliches Idealbild geprägt ist, der Bauch hat also wenig Platz. Er wird oft kritisch beobachtet und die Menstruation selbst wird eher als notwendiges Übel denn als Manifest der Weiblichkeit und Lebendigkeit wahrgenommen. All dies führt zu spürbaren Blockaden, die von einem Energiestau in den Beinen oder im Oberkörper oder einer allgemeinen Energielosigkeit begleitet sein können. Über das Auflegen der Hände wird der Energiefluss wiederhergestellt, Blockaden werden gelöst. Zugehörige Gefühle können integriert werden und losgelassen werden.

 

Was Sie selbst tun können

  • Suchen Sie Wege zur Stressreduktion – das können Meditationen oder Atemübungen sein, ausgedehnte Spaziergänge, Massagen. Wichtig: Machen Sie das, was IHNEN gut tut, dass kann von Frau zu Frau unterschiedlich sein!

  • Regelmässiger Sport hilft, das Becken besser zu durchbluten und trägt ebenfalls zum Stressabbau bei. Kommen jedoch zu intensive oder zu häufige Trainingseinheiten als Ursache der Amenorrhoe in Frage, sollten Sie diese Aktivitäten reduzieren.

  • Wenn Sie untergewichtig sind oder extrem Diät halten, sollten Sie versuchen, etwas zuzunehmen. Das Fettgewebe spielt bei der Bildung von Östrogenen eine wichtige Rolle.  

  • Wenn Sie übergewichtig sind und an einer hormonellen Erkrankung wie dem PCO-Syndrom (Polyzystisches Ovarial-Syndrom) leiden, lohnt es sich, regelmässig Sport zu treiben und ihre Ernährung umzustellen. Durch sportliche Aktivität entwickelt sich bei bis zu 75 % der betroffenen Frauen wieder ein regelmässiger Zyklus mit normalem Eisprung.

  • Vermeiden Sie Umweltöstrogene wo immer möglich. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von über 800 chemischen Stoffen, welche in das hormonelle Gleichgewicht eingreifen. Sie kommen in Produkten des täglichen Gebrauchs wie Putz- und Körperpflegemittel, Kosmetika, aber auch in Pestiziden im konventionellen Obst- und Gemüse- und Getreideanbau, und in vielen industriell verarbeiteten Lebensmitteln vor. Kunststoffe können diese Umweltstoffe freisetzen, v.a. wenn sie erhitzt oder gekühlt werden. Es lohnt sich deshalb, Obst und Gemüse gründlich zu waschen, auf Fertigprodukte, Konserven und Nahrungsmittel in Kunststoffverpackungen zu verzichten.

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