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  • Angela Gehrig-Weuste

Aktualisiert: 4. Jan. 2022


Wenn wir eines verlernt haben in den letzten 50 Jahren, dann ist es die Auseinandersetzung mit Infektionskrankheiten. Gegen Viren gab es Impfungen und Bakterien hat man mit Antibiotika den Garaus gemacht. Wer sich dann immer noch krank gefühlt hat, konnte auf Schmerzmittel zurückgreifen, die gleichzeitig auch Fieber senken.

Und nun hat sich Anfang Jahr ein neu formiertes Virus von China aus auf Weltreise begeben und scheint nicht so schnell wieder von der Bildfläche verschwinden zu wollen. Jedenfalls hat es den Lockdown unbeschadet überstanden und nimmt offenbar gerade einen neuen Anlauf, um möglichst viele zu infizieren. Es hat nicht nur das Gesundheitswesen unvorbereitet getroffen, sondern auch uns.

Was uns bei diesem neuen Virus so verunsichert, ist sein Krankheitspotential: Gehört man noch zu den Jungen, die allenfalls mit etwas Husten und Fieber rechnen müssen, oder schon zu den «Älteren», die vielleicht schwer erkranken?

Sollen wir jetzt auf die Impfung warten wie Kinder aufs Christkind? Und was machen wir bis dahin? Uns im Bett verstecken, Freunden nur noch von weitem zuwinken oder gibt’s noch bessere Ideen?

Man könnte Shakespeares Ausspruch von Richard dem III., der sein Königreich für ein Pferd hergeben wollte, abwandeln in: Ein Königreich für ein gut funktionierendes Immunsystem! Denn das Immunsystem, unser körpereigenes Bollwerk gegen jegliche Erreger, enthält sowohl Zellen, die eindringende Viren fressen, als auch Zellen, die passgenaue Antikörper herstellen und damit innerhalb kurzer Zeit eine Menge Erreger vernichten können. Das Immunsystem kann das grundsätzlich mit jedem Erreger, egal wie neu und unbekannt er ist. Es muss nur wach und aktiv sein und Freund von Feind unterscheiden können, das ist die Voraussetzung.

Kinder scheinen gegen COVID-19 gut gewappnet zu sein, denn sie setzen sich dauernd mit Coronaviren auseinander, sei es in Form von Magen-Darm-Viren, sei es als Schnupfenviren. Und im Zug dieser Virenbekämpfung wird offenbar auch COVID-19 eliminiert. Man nennt das auch Kreuzimmunität. Kinder schlucken aber auch nicht gleich Aspirin oder Paracetamol, wenn sie Schmerzen haben oder verschnupft sind, und ermöglichen deshalb ihrem Immunsystem ein ungestörtes Training. Und sie werden von uns abends ins Bett gesteckt, ob sie wollen oder nicht. Wir achten auf ihre Ernährung und sie bewegen sich häufiger an der frischen Luft als wir.

Sie halten die fünf goldenen Regeln des Gesundseins – die Hippokrates zugeschrieben werden – eher ein als wir Erwachsenen:

  1. genügend Licht und frische Luft

  2. ausgewogene und vollwertige Nahrung

  3. Bewegung und Ruhe im Wechsel

  4. Harmonie zwischen Schlaf und Wachsein

  5. Seelischer Gleichmut

Natürlich kann man aber auch mit der Einhaltung dieser Regeln nicht jede Krankheit vermeiden. Und wenn trotzdem eine Krankheit auftritt, die mit Fieber einhergeht, dann bitte das Fieber nicht senken!

Das Fieber ist nicht die Krankheit! Im Gegenteil, Fieber erschwert es dem Erreger sich zu vermehren und hilft damit dem Immunsystem, die Oberhand zu gewinnen. Tee, wärmende oder kühlende Umschläge je nach Bedarf, leicht verdauliche Speisen – wie die bekannte Hühnersuppe – und Ruhe helfen mit, die Krankheit zu bewältigen. Wir Homöopathinnen und Homöopathen empfehlen – nebst diesen allgemeinen Tipps – individuell für den Patienten ausgewählte Heilmittel, welche die Beschwerden lindern. Wenn die Krankheit so heftig verläuft, dass eine medizinische Intervention notwendig ist, dann kann trotzdem parallel noch homöopathisch begleitet und unterstützt werden. Vor allem aber ist bei uns auch «ein Kraut gewachsen» gegen die nach Infektionskrankheiten auftretenden Folgebeschwerden wie Schwäche, Reizhusten oder Schlafstörungen.

Homöopathische Mittel unterstützen das Immunsystem bei seiner Arbeit und helfen so mit, auch zukünftige Erkrankungen besser überstehen zu können.

Die Mitglieder des Homöopathie-Verband Schweiz HVS haben alle mehrjährige Ausbildungen sowohl in den medizinischen Grundlagen als auch in Homöopathie.

In einer Zeit, in der gegen einen Erreger nur wenig wirksame Medikamente zur Verfügung stehen, könnte es eine gute Idee sein, der Homöopathie eine Chance zu geben. Sie hat über 200 Jahre Erfahrung in der Behandlung von Infektionskrankheiten.


27. Oktober 2020 / Beatrice Soldat - HVS (Homöopathie Verband Schweiz)


# Homöopathie für Erwachsene und Kinder #


  • Angela Gehrig-Weuste

Aktualisiert: 4. Jan. 2022


Leiden Sie jeden Monat an Schmerzen vor oder während der Menstruation? Grund dafür könnte eine Endometriose sein. Diese unsichtbare, aber chronisch fortschreitende Krankheit betrifft weltweit ca. 10 % aller Frauen.

Was ist eine Endometriose?

Das Wachstum von Schleimhautzellen der Gebärmutter in tiefere Gebärmutterschichten und/oder im Beckenraum (Bauchfell, Darm usw.) wird als Endometriose bezeichnet. Wie alle Zellen dieser Schleimhaut schwellen sie bei jeder Menstruation an und werden vom Körper abgestossen. Die abgelöste Schleimhaut kann aber nicht über die Scheide ausgeschieden werden, sondern bleibt im Körper. Dadurch kommt es zu Entzündungen und Verwachsungen oder Zysten im Eierstock. Das Einwachsen in die Muskulatur der Gebärmutter wird als Adenomyose bezeichnet.

Während einige Frauen kaum beeinträchtigt sind, haben andere mit einer ganzen Palette von Symptomen zu kämpfen. Die Schmerzen können so stark werden, dass ein normaler Alltag nicht mehr möglich ist. Zu den Anzeichen gehören:

  • Starke Schmerzen während oder vor der Menstruation (im Unterleib- oder Rücken gespürt)

  • Starke oder verlängerte Blutung

  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

  • Rektaler Druck und Schmerz beim Stuhlgang oder Urinieren

  • Schmerzen während dem Eisprung

  • Schokoladenzysten (mit Blut gefüllte Zysten)

  • Unerfüllter Kinderwunsch

Alle diese Symptome können auch auf andere Erkrankungen hinweisen. Die Diagnose wird durch eine Bauchspiegelung (Laparaskopie) gestellt.

Homöopathische Behandlung

Auch in der Homöopathie werden auslösende Faktoren und Krankheitsursachen gesucht. Massgebend für die Mittelwahl ist jedoch nicht ein einzelnes Symptom, sondern das vollständige Beschwerdebild. Dieses umfasst den körperlichen, geistigen und seelischen Zustand als untrennbare Einheit. Die Frau als individuelle Persönlichkeit steht im Zentrum der Behandlung. Im Rahmen eines ausführlichen Gespräches werden die notwendigen Informationen erfasst. Das verordnete Einzelmittel muss dem Gesamtbild möglichst genau entsprechen.

In der Regel lassen die Schmerzen innert 2 - 3 Monaten deutlich nach. Nach einer bereits erfolgten Operation kann ein gut gewähltes Mittel die Wundheilung beschleunigen und damit auch verhindern, dass sich sofort neue Zellen ansiedeln. Die Ausbreitung von Endometrioseherden zu stoppen und vorhandene Herde abzutragen sind das mittelfristige Ziel auf dem Weg zur Heilung. Die guten Therapieerfolge beruhen unter anderem auf der Regulation des Hormonsystems, welche ohne Nebenwirkungen erfolgt.

Homöopathie kann sowohl ergänzend zur schulmedizinischen Behandlung als auch als alleinige Therapie eingesetzt werden.

Das können Sie selbst tun

  • Vermeiden Sie den Verzehr von fettreicher Nahrung und v.a. von Milchprodukten. Diese verstärken die Schmerzen.

  • Der Einsatz von Hormonen in der Tierhaltung führt dazu, dass das Östrogenniveau steigt. Ein hohes Östrogenniveau fördert die Endometriose, kaufen Sie deshalb Fleisch aus biologischer Haltung

  • Leichte körperliche Bewegung (Nordic Walking, Beckenbodentraining, Bewegung im warmen Wasser) lindert die Schmerzen häufig

  • Frauenmanteltee oder Alchemilla Urtinktur zum Regulieren des Hormonaushaltes

  • Millefolium Urtinktur bei verlängerter Blutung

  • Chamomilla Urtinktur oder Millefollium Urtinktur bei Krämpfen

  • Gemmospray Rubus idaeus wirkt entzündungshemmend und entkrampfend

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  • Angela Gehrig-Weuste

Aktualisiert: 19. Jan. 2022



Was ist ein Trauma?

Die folgenden Erfahrungen werden als Trauma bezeichnet:


  1. eine starke psychische Erschütterung, die sich langfristig auf unser Leben auswirkt

  2. eine körperliche Verletzung, welche durch Gewalteinwirkung entstanden ist

Wenn wir einer Bedrohung gegenüberstehen, erfolgt unsere Reaktion instinktiv. In unserem Gehirn wird in kürzester Zeit aussergewöhnlich viel Energie ausgeschüttet. Das ist notwendig damit wir fliehen oder kämpfen (oder unsere Kinder in Sicherheit bringen) können. Wenn dies nicht möglich ist, erstarren wir. Die Energie bleibt im Nervensystem stecken, wir fühlen uns ohnmächtig, hilflos, entsetzt, ungeschützt und stehen Todesangst aus.

Traumatische Erfahrungen sind Ereignisse, die unsere Verarbeitungsfähigkeit bei weitem übersteigen. Ihre Verarbeitung braucht Zeit.

Welche Ereignisse lösen ein Trauma aus?

Es gibt Ereignisse, wie z.B. schwere Verkehrsunfälle, die von allen Betroffenen als Trauma erfahren werden. Während diese Erlebnisse in der Regel einmalig sind, entstehen Beziehungstraumata oft durch wiederkehrende Handlungen. Häufige Ursachen sind:

  • Vernachlässigung, Gewalt, sexualisierte Gewalt

  • Schwere Erkrankungen eines Kindes / Tod eines Kindes

  • Schwere Erkrankungen der Eltern, körperlich und v.a. seelisch

  • Naturkatastrophen, Krieg, Vertreibung

  • Unfälle

  • Medizinisch notwendige Eingriffe (z.B. während Geburten)

  • wiederholte Demütigungen, Beschimpfungen, Abwertungen, Mobbing

  • Verlassenwerden

Auch die Zeugen solcher Situationen können traumatisiert werden. Oft leiden sie genauso, da es für sie keine Handlungsmöglichkeiten (= keine Bewegung) gab.

Kinder können traumatisiert werden durch Erfahrungen, die Erwachsene nicht für traumatisch halten, z.B. den Angriff eines Tieres, körperliche Verletzungen durch Unfälle und Stürze etc.

Nicht jedes Trauma muss therapeutisch behandelt werden. Wenn es Ihnen gut geht, wenn Sie ihr Leben meistern und keine Probleme im Hier und Jetzt haben, dürfen Sie das Vergangene hinter sich lassen, auch wenn es schwierige Ereignisse beinhaltet.

Gibt es typische Reaktionsmuster?

Die erste Reaktion kann je nach Person ein Erstarren, eine Flucht aus der Situation oder ein automatisches Handeln (wie eine Maschine) sein. Anschliessend werden verschiedene Bewältigungsphasen durchlebt, die zu einer Integration und Einordnung in einen grösseren Zusammenhang führen.

Wenn diese Verarbeitung nicht gelingt, kann eine ganze Palette von Symptomen auftreten:

  • Schreckhaftigkeit, anhaltendes Gefühl von Bedrohung

  • Vermeiden von Situationen, Orten und Menschen, die Erinnerungen an das belastende Ereignis auslösen könnten

  • Nachhallerinnerungen (Flashbacks), das Trauma wird in Gedanken wieder und wieder erlebt

  • Alpträume

  • Übererregung mit vermehrtem Schwitzen, Unruhe oder Schlafstörungen

  • Reizbarkeit

  • übermässiges Kontrollieren, Zwangsstörung

  • übermässige Ängste oder Panik

  • Körperliche Beschwerden wie Schmerzen, Herzrasen, erhöhter Puls, Verdauungsstörungen können begleitend auftreten

Traumatische Erlebnisse können so stark abgespalten sein, dass jahrelang keine Symptome auftreten. Erst wenn das Ereignis getriggert wird (durch ähnliche Gerüche, Gefühle, körperliche Zustände etc.) kommt das Trauma an die Oberfläche. Dabei spielt es keine Rolle, ob unser Verstand die Situation rückwirkend als «traumatisch» oder als «unbedeutend» einstuft. Dies zeigt auch, dass das Trauma nicht nur auf der Ebene des Verstandes sondern auch körperlich und emotional verarbeitet werden muss.

Wie wirkt sich das auf unseren Energiekörper aus?

Durch traumatische Erlebnisse wird der Energiefluss in den verschiedensten Bereichen des Körpers und in den Eneregiezentren (Chakren) blockiert. Besonders oft sind das erste, dritte und fünfte der sieben Hauptchakren betroffen.

Das erste Chakra verbindet uns mit dem Hier und Jetzt. Wenn es beeinträchtigt ist, wird unsere Vitalität geschwächt, was zu einer höheren Anfälligkeit für Krankheiten führt und Ängste begünstigt. Wir verlieren schnell den Boden unter den Füssen.

Das dritte Chakra ist verbunden mit dem Nervensystem und unseren Beziehungen zu anderen Menschen. Es kann blockiert oder «zerrissen» sein. Dies führt dazu, dass Emotionen uns entweder überschwemmen oder dass wir gar nichts mehr fühlen. Entsprechend schwierig gestalten sich auch unsere Beziehungen mit anderen Menschen.

Das fünfte Chakra steht in Beziehung zu unserer Stimme und unserem Selbstbewusstsein. Für traumatisierte Menschen ist es oft eine grosse Herausforderung, über ihre Erlebnisse zu sprechen. Die Angst, nicht verstanden zu werden, mit guten Ratschlägen oder Kritik am eigenen Verhalten eingedeckt zu werden ist verständlich. Sie verhindert aber die Verarbeitung des Geschehenen. Schuldgefühle, das Vergangene «immer noch nicht» bewältigt oder im Griff zu haben treten auf oder man gibt sich selbst die Schuld für das Trauma (v.a. bei Beziehungstraumas/sexuellen Übergriffen).

Was geschieht bei der Energietherapie?

Tun sie sich schwer damit, über das Vergangene zu sprechen? Oder haben sie schon viel darüber geredet, aber die Symptome bleiben bestehen?

Die Energiezufuhr über den Körper bringt auf sanfte Weise Bewegung in den blockierten Zustand. Nach einem kurzen Gespräch dürfen Sie sich auf der Liege entspannen. Die erste Behandlung dient dem Ausgleich des ganzen Systems. In den Folgesitzungen werden nach und nach die einzelnen Chakren und Körperregionen sowie das Nervensystem gezielt behandelt. Massgebend ist immer die aktuelle Situation und das momentane Bedürfnis. Durch den erhöhten und freien Energiefluss kann das Trauma verarbeitet und integriert werden.

Was kann ich selbst tun?

  • Um den Energiefluss und die Vitalität als Ganzes zu erhöhen sollten Sie darauf achten, dass ihre Füsse warm sind. Sie können warmen Fussbädern nehmen, die Füsse massieren, Tanzen, beim Gehen bewusst abrollen oder morgens Taulaufen nach Kneipp (nur mit warmen Füssen!).

  • Aktivieren Sie ihre ganz persönlichen Kraftquellen. Dazu können persönliche Hobbies, Partner oder Freunde, Lieblingsorte (ihr Zimmer, ihr Bett, ihr Auto), Bewegung, Aufenthalte in der Natur, Musik, Kunst, schöne Erinnerungen und Dinge, die sie zum Lachen bringen gehören. Kurz, alles was in Ihnen positive Gefühle, Freude, Sicherheit und Trost auslöst.

  • Sorgen sie gut für sich selbst: sie müssen nicht stark sein. Wenn Ihnen in einer Situation unwohl ist und sie spüren, dass sie erstarren, ist es besser, Abstand zu nehmen.

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