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  • AutorenbildAngela Gehrig-Weuste

Homöopathie für Kinder bei Husten

Aktualisiert: 3. Mai

Kinder leiden häufig an Erkältungen mit Husten oder Schnupfen. Durch eine korrekte homöopathischen Mittelwahl und -dosierung soll nicht nur der akute Infekt verkürzt, sondern auch eine Stärkung des Immunsystems erreicht werden. Die Abstände von einem Infekt zum anderen verlängern sich, die Intensität der Beschwerden nimmt ab.



Inhaltsverzeichnis



Auslöser von Husten


Wenn Kinder husten steckt in der Mehrzahl der Fälle ein viraler Infekt dahinter. Der Husten ist nicht die Krankheit, sondern ein Versuch des Körpers, sich von belastenden Substanzen zu befreien. Es handelt sich also um einen natürlichen und gesunden Schutzreflex. Auslöser dieses Reflexes sind:

  • Infektionen, meist viral, aber auch Pseudokrupp und Keuchhusten zählen zu dieser Kategorie

  • Verschluckte Fremdkörper (z.B. kleine Spielsachen, zu grosse Lebensmittelstücke)

  • Allergien und Unverträglichkeiten (z.B. Nahrungsmittel, Rauch, Heuschnupfen)




Spielendes Kind in der Kita


Ein grippaler Husten kann sich über zwei Wochen hinziehen. In dieser Zeit verändert er sich häufig: In den ersten Tagen steht in der Regel ein trockener Reizhusten im Vordergrund. Bei vielen Kindern folgt danach der schleimige «produktive» Husten. Bei manchen Kindern endet der Infekt auf diese Weise, bei anderen folgt eine erneute Phase mit trockenem Husten.


Wie viele Infekte sind normal?

Diese Frage ist nicht mit einer einfachen Zahl zu beantworten. Kinder werden mit dem sogenannten «Nestschutz» geboren. Dieser Schutz besteht, weil die Mutter selbst Antikörper gegen bestimmte Viren und Bakterien besitzt. Während der Schwangerschaft werden diese über den Blutkreislauf an das Ungeborene weitergegeben. Je älter der Säugling wird, desto weniger dieser Antikörper sind vorhanden. Nun muss das Kind seine Immunität selber aufbauen. Dies geschieht unter anderem über Infekte. Nach einem gut ausgeheilten Infekt ist das Kind für eine gewisse Zeit gegen genau diesen Erreger geschützt. Allerdings gibt es eine Vielzahl möglicher Erreger.


Je nach Quelle gelten 8 – 12 leichte Infekte pro Jahr als normal. Viel massgebender als die reine Zahl der Infekte ist jedoch, ob das Kind sich in angemessener Zeit erholt oder immer wieder langwierige und hartnäckige Erkältungen durchmacht. Ein weiterer Punkt ist das Wohlbefinden in der Zeit, welche der Krankheit folgt: ist das Kind wieder fit, munter und entdeckungsfreudig oder bleibt es noch lange abgeschlagen, müde und/oder appetitlos? Wenn die Infekte Ihr Kind so sehr in Mitleidenschaft ziehen, ist die Behandlung des akuten Infektes nur die Spitze des Eisberges. Ebenso wichtig ist eine grundsätzliche Stärkung des Kindes, sodass weniger Infekte auftreten und diese milder verlaufen.


Homöopathie bei Husten - welche Globuli?

Bei der Behandlung des akuten Hustens stehen die Art des Hustens, die mögliche Ursache und die sogenannten Modalitäten (was verschlimmert, was verbessert) im Vordergrund. Aufgrund dieser Angaben wird das passende Mittel gewählt. Ein Folgemittel wird eingesetzt, sobald sich die Charakteristik des Hustens verändert (z.B. von trocken zu gelöst).


Meist gelangen Eltern aber mit dem Wunsch einer grundsätzlichen Stärkung und Verbesserung der Immunität Ihres Kindes an mich, nachdem es wiederkehrende Hustenepisoden durchgemacht hat. Eine solche Stabilisierung wird durch den Einsatz von Mitteln erreicht, welche das Kind in seiner ganzen Persönlichkeit abbilden. Während dem Erstgespräch erfasse ich nun auch körperliche Symptome und Eigenheiten, welche nicht direkt mit dem Husten oder Infekt zu tun haben, sowie die Vorgeschichte und das Verhalten des Kindes. Je nach Situation kann direkt mit dem Konstitutionsmittel gearbeitet werden. Oder die Therapie beginnt mit einem Mittel für den akuten Infekt, gefolgt von einem antimiasmatischen und konstitutionellen Mittel.

Klicken Sie hier für ausführliche Informationen zur Homöopathie oder um einen Termin zu buchen.


Was können Sie selbst tun?

Hinweis: diese Empfehlungen ersetzen keinen Arztbesuch. Bitte beobachten Sie Ihr Kind genau und lassen Sie es im Zweifelsfall untersuchen.


Allgemeine Tipps bei Husten:

  • Das Kind sollte viel trinken, am besten Wasser ohne Kohlensäure oder warmen Kräutertee. Dadurch wird der Schleim verflüssigt und das Abhusten erleichtert.

  • Trockene Heizungsluft vermeiden (ev. feuchte Tücher aufhängen)

  • Ruhe & Schlaf. Bei einer Infektion ist der ganze Körper gefordert. Damit die Heilungsvorgänge ungestört ablaufen und der Infekt wirklich ausgeheilt wird, sollten körperliche Aktivitäten reduziert oder eingestellt werden. Einige Anregungen, wenn ihr Kind sich langweilt: Geschichten vorlesen oder Geschichten und altersgerechte Hörspiele hören lassen / Malen oder Basteln / Gesellschaftsspiele ohne körperliche Aktivität


Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

  • Bei Kleinkindern unter 2 Jahren spätestens am 3. Tag, bei Fieber schon früher

  • Bei plötzlich auftretendem, bellendem Husten

  • Wenn das Kind so stark hustet, dass es weder essen noch trinken kann

  • Wenn der Husten länger als zwei Wochen dauert

  • Bei krampfartigem Husten mit Atemnot (ev. Notarzt kommen lassen)

Husten bei Säuglingen:

Wichtig: Berücksichtigen Sie die Altersangaben der verwendeten Produkte.

  • Thymiansalbe (z.B. von Phytopharma) oder Thymian-Myrthe-Balsam sparsam im Brust- und oberen Rückenbereich einreiben. Alter: ab 3 Monate

  • Wärmehaushalt regulieren durch Einreiben der Füsse mit Malvenöl (z.B. von Wala)

  • Brustkorb, Schultern und Füsse warmhalten

  • Auch Säuglinge sollten ausreichend trinken. Husten-Kräutertees führen jedoch mit Ausnahme von Fenchel- oder Anistee oft zu allergischen Reaktionen und sind deshalb zu meiden


Was tun bei trockenem oder Reizhusten?

  • Kaugummi kauen → dies fördert die Speichelproduktion, die Schleimhäute werden besser befeuchtet, der Reiz nimmt ab

  • Malven- oder Thymiantee trinken

  • Ceres Plantago-Tropfen (Spitzwegerich). Spitzwegerich ist angezeigt, wenn das Kind sehr emotional reagiert oder der Husten nach einem emotionalen Vorfall auftritt.

  • Ceres Thymus-Tropfen (Thymian). Thymian erzeugt eine durchwärmende Wirkung und hilft, wenn zu wenig Schleim gebildet werden kann.


Dosierung der Ceres-Tropfen: 3 x 1 Tropfen täglich für Kinder von 2 – 10 Jahren; ab 11 Jahren 3 x 2 Tropfen


Tipps bei feuchtem, rasselndem Husten / Schleimhusten

  • Massage: die obere Rückenpartie beklopfen (v.a. zwischen den Schulterblättern). Dies hilft, den Schleim zu lösen

  • Milch und Milchprodukte vermeiden. Diese Lebensmittel können zu einer Vermehrung der Schleimmenge führen

  • Ceres Hedera helix (Efeu). Efeu wirkt krampflösend, schleimverflüssigend und auswurffördernd. Dosierung: 3 x 1 Tropfen täglich für Kinder von 2 – 10 Jahren; ab 11 Jahren 3 x 2 Tropfen

  • Spenglersan Virus influencae comp. A D13, Rachenspray, Anwendung: 4 – 6 x täglich 2 – 3 Pumpstösse in den Rachen geben

  • Schlüsselblumentee, Holunderblütentee oder eine Teemischung aus Salbeiblättern, Huflattichblüten und Spitzwegerichblättern zu gleichen Teilen


Empfehlungen bei Pseudokrupp

  • Ruhig bleiben und das Kind beruhigen; Aufregung kann die Angst des Kindes und damit die Atemnot verschlimmern

  • Kühle, feuchte Luft wird als angenehm empfunden. Mit dem Kind ans offene Fenster treten oder nach draussen gehen (das Kind muss warm angezogen sein)

  • Bei starker Atemnot den Notarzt rufen


Fazit

Husten kann viele unterschiedliche Ausprägungen haben. Für eine schnelle und sanfte Heilung müssen die Eigenheiten des aktuellen Symptomenbildes berücksichtigt und das entsprechende Mittel gewählt werden. Je nach Beschwerdeverlauf können mehrere Mittelgaben notwendig sein. Angestrebt wird immer eine Stärkung des ganzen Immunsystems und somit des betroffenen Kindes.



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Mein Name ist Angela Gehrig-Weuste. Ich bin Naturheilpraktikerin mit Eidgenössischem Diplom in Homöopathie und ausgebildete Energietherapeutin.


Meine Mission: Menschen auf Ihrem Weg zu umfassender Gesundheit zu begleiten, sodass sie ihre Potenziale verwirklichen und ein glückliches, erfülltes Leben führen können.


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